Podestgefühle und Kleinholz

14.11.2013 2013 ADAC Opel Rallye Cup


Björn Satorius zählte zu den Wildesten im Teilnehmerfeld des ADAC Opel Rallye Cups 2013 – aber auch zu den Schnellsten.

Der erste Blick könnte täuschen. Der Björn Satorius außerhalb des Rallyeautos ist ein eher zurückhaltender, umgänglicher, aufgeräumter junger Mann. Der Björn Satorius im Rallyeauto macht keine Gefangenen – aggressiv, angriffslustig, furchtlos, mitunter sogar ein wenig hitzköpfig. Dies manifestierte sich von der ersten Saisonveranstaltung des ADAC Rallye Cups an durch immer wieder sehr schnelle Prüfungszeiten. Nach dem ersten Tag der Rallye Erzgebirge führte er das Klassement an. Hin und wieder gab’s aber auch ordentlich Kleinholz. Wie etwa bei der Rallye Stemweder Berg, als er den ADAM vehement aufs Dach legte.


Doch der 22-Jährige aus Seeheim-Jugenheim ließ nicht locker, arbeitete hart an sich und fügte seiner erwiesenen Grundschnelligkeit auch jene Portion von Konstanz hinzu, die es ihm und seiner neuen Beifahrerin Bianca Lustig, die zur Rallye Baden-Württemberg zugestiegen war, erlaubte, beim Finale anlässlich der ADAC 3-Städte-Rallye erstmals aufs Podest zu klettern. „Die Saison hatte Höhen, aber auch einige Tiefen. Ich hoffe, wir können dieses letzte Hoch nun konservieren“, sagt Satorius.


Sportlich sei die Saison durchwachsen verlaufen, der ADAC Opel Rallye Cup habe seine Erwartungen aber absolut erfüllt, versichert der Hesse, der von seinen Eltern früh mit dem Rallye-Virus infiziert wurde: „Der Cup war als Tummelplatz für die schnellsten Junioren gedacht, und das war er auch in der Realität. Ich wusste, es wird hart, aber dass es so eng zugehen würde, hätte ich nicht erwartet. Aber schön, dass es so war! Denn Ausreden gibt’s in solch einem Umfeld nicht.“ Allerdings bringt die Härte des Konkurrenzkampfs auch eine Kehrseite mit sich, wie Björn zugeben muss: „Wenn du vorne mitfahren willst, kannst du es dir nicht leisten, allzu sparsam zu sein, etwa mit den Reifen. Wer Erfolg haben möchte, muss investieren. Das ist generell im Motorsport so. Aber vielleicht ließe sich gerade bei den Reifen noch etwas einsparen.“


Wohin ihn seine Rallye-Laufbahn noch führen wird, darüber macht sich der derzeitige Absolvent einer Kfz-Meister-Schule nicht allzu viele Gedanken: „Denn man muss hier einfach unterscheiden zwischen Traum und Realität. Natürlich wäre der Traum ein Aufstieg bis an die Spitze von EM oder gar WM. Aber die Realität wäre vielleicht eher der Versuch, irgendwann auf einem Topauto die Deutsche Meisterschaft zu bestreiten. Auch dazu braucht es neben Speed und Talent die nötige Portion Glück und Geld.“ Sein Programm für die Saison 2014 kennt der vom ADAC Hessen-Thüringen geförderte Satorius noch nicht: „Wir werden uns in nächster Zeit mit unseren Partnern zusammensetzen und überlegen, was wir nächstes Jahr machen.“


Ein Angreifer vor dem Herrn: Satorius hebt Copilotin Bianca hoch © ADAC

Rasanter Aufstieg eines Rallye-Juniors

Darmstädter Echo  31.10.2013

Motorsport – Kreim fährt sich ins Förderprogramm von   ADAC und Opel – Satorius im Saisonfinale auf dem Podium
 
Im spannenden Finale des ADAC Opel Rallye Cups setzten sich die südhessischen Piloten bestens in Szene. Björn Satorius (Ober-Beerbach) belegte Platz drei. Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach) wurde als Gesamtzweiter der Juniorwertung ins Förderprogramm 2014 aufgenommen.

Jede Sekunde zählt – das zeigte der letzte von acht Läufen um den ADAC Opel Rallye Cup. Über den Gesamtsieg entschied genau eine Sekunde, beim Kampf um Platz drei im Tagesklassement ging es um 1,3 Sekunden. Diese Zeitspanne lag zwischen den beiden südhessischen Piloten – mit Vorteil für Björn Satorius. „Wahnsinn, das ist einfach nur genial“, freute sich der Ober-Beerbacher über den versöhnlichen Abschluss einer teilweise frustrierenden Saison. „Ich konnte das Tempo an der Spitze schon am Anfang mitgehen, aber der Überschlag in Stemwede hatte mir doch etwas das Selbstvertrauen genommen.“ Mit Bianca Lustig als Co-Pilotin holte er bei der Drei-Städte-Rallye in Ostbayern schließlich seinen ersten Podiumsplatz mit dem Opel Adam, den er beim dritten Saisonlauf reichlich verformt hatte. Für Fabian Kreim war Stemwede wiederum ein Höhepunkt der Saison. Mit dem Sieg bei der Rallye in Ostwestfalen rückten der 21 Jahre alte Fränkisch-Crumbacher und Co-Pilot Marvin Engel in den Fokus, wo sie sich bis zum Schluss auch hielten. Der Lohn waren Platz drei in der Gesamtwertung, Rang zwei in der Juniorwertung und als Krönung: die Aufnahme in das Förder-programm von ADAC und Opel für die nächste Saison, in der Kreim dann auch internationale Einsätze bestreiten wird – mit der Teilnahme am WM-Lauf in Deutschland als Höhepunkt.


„Fabian Kreim ist für mich genau der Typ Fahrer, dem wir mit dem ADAC Opel Rallye Cup auf dem Weg nach oben den Steigbügel halten möchten – jung, ehrgeizig, schnell und dazu ein richtig toller Kerl.“ Diese Lobeshymne kam von höchster Stelle. ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk begründete damit auch die Wahl aus fünf Kandidaten, die vor dem Saisonfinale in einem Sichtungsprogramm körperliche Leistungsfähigkeit, mediale Eigendarstellung, fahrerische Fähigkeiten und technische Kompetenz beweisen mussten.
„Marijan und Fabian haben uns mit ihren fahrerischen Fähigkeiten, aber auch als Typen viel Freude gemacht. Beide verfügen über eine enorme Grundschnelligkeit und reichlich Entwicklungspotenzial“, erklärte Opel-Motorsportdirektor Jörg Schrott nach der Entscheidung einer dreiköpfigen Jury.


Der erstgenannte Marijan Griebel hatte die Juniorwertung und damit 30 000 Euro Preisgeld schon vor seinem Sieg bei der Drei-Städte-Rallye sicher. 20 000 Euro gab es für Fabian Kreim als zweitbestem Junior der Saison. „Das war für mein erstes Rallye-Jahr viel mehr als ich erwarten konnte“, freute sich der Fränkisch-Crumbacher, der es da leicht verkraften konnte, den Podiumsplatz noch verloren zu haben. „Bei mir war da eher im Kopf noch die Handbremse etwas angezogen, da ich den zweiten Platz in der Junior-Wertung nicht verspielen wollte“, sagte Kreim, der in der vorletzten Prüfung Platz drei an den wie er für den MSC Rodenstein startenden Björn Satorius abgeben musste. In der letzten Prüfung der Saison fuhren beide Südhessen dann die identische Zeit – 8:36,0 Minuten.


Ein hochdramatisches Finale gab es an der Spitze der Gesamtwertung. Marijan Griebel war trotz des Sieges bei der Rallye erst einmal „riesig enttäuscht“. Denn Markus Fahrner hatte sich mit einer Sekunde Vorsprung die vierte Prüfungsbestzeit gesichert. Damit sammelte der Routinier genau die Punkte, die am Ende über den Gesamtsieg entschieden. „Dabei hatten wir schon überlegt, ob es nicht besser sei, das Auto einfach abzustellen“, sagte der frühere Werksfahrer nach einem Defekt an seinem Opel Adam. Doch sein Team wechselte die Antriebswelle in sieben Minuten, Fahrner fuhr in den beiden letzten Prüfungen jeweils Bestzeit – und war somit erster Gesamtsieger der von ADAC und Opel ins Leben gerufenen Serie.

Satorius mischt weiter mit

Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 11.10.2013

MOTORSPORT: Südhessen-Fahrer im ADAC-Opel-Rallye-Cup vorne

BERGSTRAßE. Die beiden südhessischen Fahrer Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach) und Björn Satorius (Ober-Beerbach) mischen weiter im Vorderfeld des ADAC-Opel-Rallye-Cups mit. Im Oktober geht diese Serie in die entscheidende Phase.


Am Wochenende fand bei Heidenheim mit der Rallye Baden-Württemberg der vorletzte Lauf statt. Im Kampf um den Gesamtsieg dieses Markenpokals holte sich Lokalmatador Markus Fahrner (Winnenden) mit einem überlegenen Tagessieg wieder die Führung zurück.


Fabian Kreim setzte sich auf den vom Dauerregen sehr rutschigen Strecken sehr gut in Szene und positionierte sich im Verlauf der Rallye auf Platz zwei. Auf der letzten Wertungsprüfung musste er noch den bereits als Sieger der Junioren-Wertung feststehenden Pfälzer Marijan Griebel vorbeiziehen lassen. Doch auch als Dritter der Cup-Wertung baute Fabian Kreim seinen zweiten Rang in der Jahreswertung der Junioren aus.
Auch Björn Satorius, dessen Saison durch eine Vielzahl von unglücklichen Ausfällen bisher nicht zufriedenstellend verlaufen war, überzeugte im verregneten Schwabenland. Als Fünfter von 20 Cup-Teilnehmern zeigte der Odenwälder, dass ihm die fahrerisch anspruchsvollen nassen und rutschigen Strecken besonders liegen. red

Fabian Kreim empfiehlt sich als Dritter

Darmstädter Echo 09.10.2013

Motorsport – Auch Björn Satorius beim vorletzten Lauf des Opel-Rallye-Cups weit vorne

Beim vorletzten Lauf zum ADAC-Opel-Rallye-Cup fuhren beide südhessische Piloten in die Spitze. Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach) belegte Platz drei, Björn Satorius (Ober-Beerbach) wurde Fünfter.
  
Die Rallye Baden-Württemberg erlebte zwar zwei nasskalte Tage, sie läutete aber die heiße Phase des ADAC Opel Rallye-Cups ein. Beim vorletzten Lauf des Markenpokals eroberte Routinier Markus Fahrner (Winnenden) mit einem überlegenen Tagessieg die Gesamtführung zurück. Bei seinem Heimspiel auf der Schwäbischen Alb hatte er am Ende der zehn Wertungsprüfungen mit einer Gesamtfahrzeit von 1:12:19 Stunden 15 Sekunden Vorsprung auf Marijan Griebel (Trier), der sich mit Platz zwei vorzeitig den Gesamtsieg in der Juniorwertung sicherte.


Hier geht es neben dem aktuellen Erfolg auch darum, sich für ein Förderpaket als Opel-Werksfahrer zu empfehlen. Bestens im Rennen liegt hier weiterhin Fabian Kreim. „Ein perfektes Wochenende, besser konnte es nicht laufen“, sagte der Fränkisch-Crumbacher, der wenige Tage nach seinem 21. Geburtstag als Gesamtdritter seinen zweiten Platz in der Junior-wertung festigte. „Eigentlich mag ich die rutschigen Bedingungen nicht. Aber so konnte ich beweisen, dass ich auch im Regen schnell bin“, erläuterte der vom ADAC Hessen-Thüringen geförderte Youngster, der erst in diesem Jahr vom Kart in den Rallye-Sport wechselte.
Kreim lag mit Co-Pilot Marvin Engel bis zur letzten Wertungsprüfung sogar auf Platz zwei. Ein Verbremser kostete aber wohl die Zeit, die Griebel am Ende noch vor ihm lag – zwei Sekunden. Wichtig war für Kreim aber vor allem, nach einem Ausritt mit reichlich Materialschaden bei der vorangegangenen Ostsee-Rallye, das Auto diesmal unverformt ins Ziel gebracht zu haben.

Ein derartiges Erlebnis der kostspieligen Art hatte auch Björn Satorius in dieser Saison schon, der Ober-Beerbacher musste zuletzt sogar vier punktlose Rallyes verarbeiten. Umso glücklicher war der Bergsträßer, auf den anspruchsvollen und rutschi-gen Strecken rund um Heidenheim seine fahrerischen Qualitäten bis ins Ziel einsetzen zu können. Mit 55 Sekunden Rückstand auf Fahrner und 28 auf Kreim belegte Satorius Platz fünf in der Gesamtwertung.


Das Finale des Opel-Rallye-Cups wird am 25./26. Oktober im Rahmen der Drei-Städte-Rallye im bayrischen Bad Füssing gefahren. Dort werden auch die besten Juniorpiloten gekürt – unter anderem von Rallye-Legende Walter Röhrl.

Beide südhessische Fahrer im Vorderfeld des ADAC-Opel-Rallye-Cup

Im Oktober geht der ADAC Opel Rallye-Cup in die entscheidende Phase. Am Wochenende fand in der Umgebung von Heidenheim mit der Rallye Baden-Württemberg der vorletzte Lauf statt. Im Kampf um den Gesamtsieg dieses Markenpokals holte sich der Routinier und Lokalmatador Markus Fahrner (Winnenden) mit einem überlegenen Tagessieg wieder die Führung zurück.

Das südhessische Talent Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach) konnte auf den vom Dauerregen sehr rutschigen Strecken erneut sehr gut in Szene setzen und hatte sich im Verlauf der Rallye auf einem hervorragenden zweiten Platz festgesetzt. Doch aufgrund der technisch gleichwertigen Fahrzeuge und der hohen Leistungsdichte der Spitzenfahrer im Cup waren die Zeitabstände auch kurz vor Ende der Rallye nur minimal. Deshalb reichte in der letzten Wertungsprüfung ein kleiner Verbremser der Odenwälder Nachwuchshoffnung aus, dass der bereits als Sieger der Junioren-Wertung feststehenden Pfälzer Marijan Griebel doch noch vorbeiziehen konnte. Doch auch als dritter der Cup-Wertung konnte Fabian Kreim seinen zweiten Rang in der Jahreswertung der Junioren deutlich ausbauen. Dem Traum, im nächsten Jahr eine erweiterte Förderung als Werksfahrer zu erhalten, ist der junge Odenwälder wieder ein erhebliches Stück näher gekommen.

Auch der andere südhessische Fahrer Björn Satorius (Ober-Beerbach), dessen Saison durch eine Vielzahl von unglücklichen Ausfällen bisher nicht zufriedenstellend verlaufen war, konnte im verregneten Schwabenland überzeugen. Als fünfter von 20 Cup-Teilnehmern zeigte der Bergsträßer, dass ihm die fahrerisch anspruchsvollen nassen und rutschigen Strecken ganz besonders liegen.

Auf jeden Fall werden die beiden südhessischen Piloten am 26. Oktober, den Endlauf die Drei-Städte-Rallye im bayrischen Bad Füssing mit gefestigtem Selbstvertrauen angehen können.

Björn Satorius machte in der Wertung zum ADAC-Cup einen großen Sprung nach vorn

Halbzeitbilanz im ADAC Opel Rallye Cup

Melibokus-Rundblick, 22.09.2013

Schnelle Zeiten, aber viel Pech in der ersten Saisonhälfte von Björn Satorius

OBER-BEERBACH, September 2013 (meli), Der 21-jährige Björn Satorius (Ober-Beerbach) bestreitet seine zweite Saison im überregionalen Rallyesport. Groß war die Überraschung vor einem Jahr, als sich mit dem jungen Bergsträßer auf seinem Toyota Yaris ein unbeschriebenes Blatt ganz unerwartet an die Spitze im ADAC Rallye Junior-Cup setzte.


Soweit die Vergangenheit. 2013 hat der ADAC hat den Junior-Cup umstrukturiert. Es wurde zusammen mit der Adam Opel  AG ein neuer Markenpokal mit identischen Fahrzeugen ins Leben gerufen. 24 Autos vom Typ „Adam“ wurden zu reinrassigen Rallyefahrzeugen aufgebaut und talentierten Fahrern zur Verfügung gestellt. Ein hohes Preisgeld und die Aussicht auf ein Werkscockpit für das kommende Jahr erhöhten die Attraktivität dieses Wettbewerbs. Aufgrund der letztjährigen Erfolge wurde Björn Satorius in den Cup aufgenommen. Diese Chance konnte sich der Sohn eines Toyota-Vertragshändlers nicht entgehen lassen, auch wenn es ihm schwergefallen ist, auf ein „Fremdfabrikat“ umzusteigen.


Der Saisonstart verlief für Björn Satorius besser, als er es sich selbst je erträumt hätte. Bei der Rallye Erzgebirge, gelang es dem Südhessen nach dem ersten Tag die Führung im Cup zu übernehmen. Am zweiten Tag machten es schneebedeckte Wertungsprüfungen, Nebel und Regen den Teilnehmern schwer, schnell und trotzdem fehlerfrei zu fahren.


Björn Satorius blieb trotz dieser schwierigen Verhältnisse im ersten Viertel des Feldes, bis ihn ein Ausrutscher etwas zurückwarf. Beim Versuch, die verlorene Zeit in der nächsten Prüfung aufzuholen, sorgte ein Plattfuß für weiteren Zeitverlust und eine unbefriedigende Platzierung.
Beim zweiten Lauf, der Rallye Sulinger Land lag Björn Satorius am Ende im vorderen Drittel des Teilnehmerfeldes. Der dritte Lauf in Stemwede hatte eine ähnliche Streckencharakteristik wie im Sulinger Land: Schnelle Prüfungen und tückische Sprungkuppen. Satorius war es zu Beginn gelungen, sich im Vorderfeld des Cups zu platzieren. Dann allerdings wurde das Fahrzeug nach dem Sprung über eine Kuppe instabil. Beim Versuch, den Kontakt mit einem Zaun zu verhindern, geriet das Heck des Rallyeautos in einen Graben und das Fahrzeug überschlug sich mehrfach.

14 Tage später zur Rallye Niedersachsen war das Fahrzeug wieder perfekt hergerichtet. Bedingt durch das Erlebte tastete sich Björn Satorius zu Beginn erst nach und nach wieder ans Limit heran. Doch gerade als das Selbstvertrauen wieder da war, ließ ihn die Technik im Stich. Eine defekte Antriebswelle sorgte für ein vorzeitiges Ende der Veranstaltung. Zwei Ausfälle in Folge haben alle Chancen im Cup zunichte gemacht. Der große Traum vom Werksauto ist ausgeträumt. Trotzdem gehen Björn Satorius und sein Beifahrer Björn Röhm (Schlitz) die zweite Saisonhälfte mit Optimismus an. Ende August steht als Höhepunkt der Start beim deutschen Rallye-WM-Lauf, der ADAC Rallye Deutschland, auf dem Programm. Auf den anspruchsvollen Wertungsprüfungen in den Weinbergen an der Mosel und auf den schwierigen Trassen des Übungsplatzes Baumholder kann Björn Satorius den zahlreichen Zuschauern und der versammelten Motorsport-Presse zeigen, dass die aktuelle Platzierung im Cup nicht dem wahren Können des jungen Fahrers aus Südhessen entspricht.


Rallyefahrer Björn Satorius (Ober-Beerbach) und sein Beifahrer Björn Röhm (Schlitz).

Erlebnis mit Schattenseiten

Darmstädter Echo,  31.08.2013

Motorsport–Kreim bei Deutschland-Rallye Dritter im Opel-Cup

Die Deutschland-Rallye bot auch zwei jungen Piloten aus Südhessen die Möglichkeit zum Auftritt auf einer ganz großen Bühne des Motorsports. Ein Erlebnis war es für beide, der Rückblick fällt aber höchst unterschiedlich aus.

„Es war schon ein einzigartiges Erlebnis, die WM-Autos da fahren zu sehen, wo man selbst auch lang musste“, sagte Fabian Kreim, der in den Spuren der Asse bei der Deutschland-Rallye aber selbst sehr zügig unterwegs war. Bei der Siegerehrung zum ADAC Opel-Rallye-Cup stand der Fränkisch-Crumbacher auf dem Podium. Zum dritten Platz in der Gesamtwertung gehörte zwar auch etwas Glück, weil vor ihm liegende Autos ausfielen. Vier dritte und ein zweiter Platz in den zehn gewerteten Sonderprüfungen belegen Kreims Qualitäten, der damit auch seinen dritten Rang in der Gesamtwertung und Platz zwei in der Juniorwertung des Markenpokals festigte.
 „Sehr positiv war aber vor allem, dass wir erstmals so richtig als Team arbeiten mussten. Ich musste mich diesmal zu 100 Prozent auf meinen Co-Piloten verlassen“, nennt Kreim einen Lerneffekt aus der Rallye, weil er mit Beifahrer Marvin Engel eben auf völlig unbekannten Wegen unterwegs war. Vor allem bei der Prüfung „Arena Panzerplatte“, die mit 41 Kilometern mehr als doppelt so lang war wie alles, was beide bis dahin gefahren waren. Kreim: „Ich war danach nass geschwitzt und einfach nur froh, dass das Auto heil geblieben ist“.

Satorius erst froh, dann reißt der Keilriemen

Froh war auch Björn Satorius. Der Seeheimer freute sich darüber, sich bis auf Gesamtrang sieben vorgekämpft zu haben. Endlich durchgekommen nach zwei Ausfällen zuvor. Doch eine Rallye ist erst fertig, wenn das Auto im sogenannten Parc fermé steht. Und bis dorthin waren es bei der Deutschland-Rallye vom Truppenübungsplatz Baumholder bis zum zentralen Ziel in Trier noch gut 60 Kilometer.


Nach 20 Kilometern riss am Opel von Satorius der Keilriemen. Alle Reperaturversuche und selbst Anschubhilfe eines Konkurrenten Stoßstange an Stoßstange brachten nur noch wenige Kilometer. Somit fiel Satorius wieder aus der Wertung und behielt nicht den siebten Platz (wie in der Montag-Ausgabe gemeldet).


„Dabei waren wir als eine der wenigen 250 Kilometer ohne Plattfuß durchgefahren“, berichtete Satorius, der trotz des Pechs von den Zuschauermengen und dem großen Interesse auch am Opel-Cup schwärmte. „Wobei es schon auch ein Stück weit Wahnsinn ist, mit 150 durch die Weinberge zu fahren und rechts geht es zig Meter runter“.
Ein Wahnsinn mit Schattenseiten. Die Rallye forderte zwei Todesopfer in einem historischen Rennfahrzeug. Unfallstelle war die Kuppe „Gina“, nach der die Autos bis zu 40 Meter weit fliegen. „Ohne dass es sich gefühllos anhören soll: Ein modernes Auto schluckt so eine Welle weg, für ein altes Auto muss so etwas vielleicht nicht sein“, sagt Satorius, der mit seinem Opel kurz zuvor selbst über die Stelle geflogen war. „Man darf nicht groß anfangen, darüber nachzudenken“, sagt Fabian Kreim. Schließlich geht es schon am nächsten Wochenende weiter. Ostsee-Rallye bei Grömnitz, auf die Björn Satorius allerdings verzichtet, weil das Auto erst grundüberholt werden muss.

WM-Gastspiel für 24 Opel-Piloten

Darmstädter Echo  24.08.2013

Zum Programm der Deutschland-Rallye gehört auch der ADAC-Opel-Cup. Für die 24 Teilnehmer ist das Gastspiel in dem WM-Lauf der Höhepunkt der Serie.

 „Eine bessere Gelegenheit zu lernen als bei dieser anspruchsvollen Veranstaltung gibt es wohl nicht“, sagt Fabian Kreim. Der 20 Jahre alte Pilot aus Fränkisch-Crumbach liegt nach einer bislang starken Saison mit einem Sieg auf Gesamtrang drei und ist Zweiter der Junior-Wertung. „Letztlich zählt nur ankommen und das möglichst weit vorne“, sagt der Odenwälder, für den die anspruchsvollen Prüfungen wie für die meisten Cup-Teilnehmer absolutes Neuland sind. Bei einem Test in den Weinbergen hatten die Piloten die Möglichkeit, sich auf die neue Aufgabenstellung vorzubereiten.


Mit Kreim und Satorius zwei Südhessen dabei
„Das ist mit das Anspruchsvollste, was du als Rallye-Pilot fahren kannst“, sagte auch Björn Satorius nach dem Test. „Mir macht das Spaß, und wenn es Spaß macht, dann geht es meistens auch flott voran“, ergänzt der Seeheimer, der zuletzt zwei Ausfälle mit teilweise heftigem Materialschaden zu verkraften hatte und entsprechend nur auf Rang 18 der Gesamtwertung rangiert.


Schon die heutige Wertungsprüfung in Blankenheim ist mit ihren 23,54 Kilometer die bislang längste für die Cup-Teams. Nach den sechs Wertungsprüfungen am Freitag in den Weinbergen folgt am Samstag die größte Herausforderung. Die Prüfung namens „Panzerplatte“ auf dem Truppenübungsplatz Baumholder ist mit ihren 41,08 Kilometern eine der längsten und anspruchsvollsten weltweit. Im Gegensatz zum WM-Lauf endet der Opel-Cup schon am Samstag. udo

Bitter für Björn Satorius: Zweiter Ausfall in Folge

Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 15.08.2013

MOTORSPORT: Höhen und Tiefen für Seeheim-Jugenheimer beim ADAC Opel Rallye Cup

Für den Südhessen Björn Satorius lief bei den Rallye-Wettbewerben im nationalen ADAC-Junior-Cup in diesem Jahr nicht immer alles glatt.


BERGSTRAßE. Björn Satorius (Seeheim-Jugenheim) bestreitet 2013 seine zweite Saison im überregionalen Rallyesport. Vor genau einem Jahr hatte sich der junge Bergsträßer völlig unerwartet an die Spitze im ADAC Rallye Junior-Cup gesetzt. Mit seinem selbst umgebauten Toyota Yaris ließ er auch wesentlich erfahrenere Konkurrenten hinter sich.


Der ADAC hat für diese Saison den Junior-Cup zu einem "Markenpokal" umstrukturiert. 24 identische Autos vom Typ "Adam" wurden von Opel  mit viel hochwertiger Technik zu reinrassigen Rallyefahrzeugen aufgebaut und ausgewählten Fahrern zur Verfügung gestellt. Aufgrund der letztjährigen Erfolge wurde Björn Satorius in den Teilnehmerkreis aufgenommen.


Nach dem etwas enttäuschenden 13. Platz (trotz Führung nach dem ersten Tag) zum Saisonauftakt im Erzgebirge und Rang acht im Sulinger Land (wir haben jeweils berichtet) erwischte es den jungen Südhessen bei der folgenden Veranstaltung heftig.


Im ostwestfälischen Stemwede behauptete sich der 21-Jährige im Vorderfeld des Feldes, obwohl er mit der Strecke nicht gut zurecht kam. Beim Versuch, den Kontakt mit einem Zaun zu verhindern, geriet das Heck des Rallyeautos in einen Graben. Aufgrund der hohen Geschwindig-keit überschlug sich das Fahrzeug mehrfach. Mit väterlicher Unterstützung ist es gelungen, das Auto wieder perfekt herzurichten. Bei der Rallye Niedersachsen tastete sich Satorius auf den ersten Prüfungen nach und nach wieder ans Limit heran. Gerade als das Selbstvertrauen wieder voll da war, ließ ihn die Technik im Stich. Eine defekte Antriebswelle sorgte für ein vorzeitiges Ende der Veranstaltung.


Dieser zweite Ausfall in Folge hat alle Chancen auf eine vordere Platzierung im Cup zunichtegemacht. Der Traum, die nächste Saison am Steuer eines Werksautos zu sitzen, ist in weite Ferne gerückt. Trotzdem gehen Björn Satorius und Beifahrer Björn Röhm die zweite Saisonhälfte mit großem Optimismus an.


Ende August steht als Saisonhöhepunkt der deutschen Rallye-Weltmeisterschaftslauf, die ADAC Rallye Deutschland mit Start am Kölner Dom, auf dem Programm. red

Halbzeitbilanz im ADAC Opel Rallye Cup

 Schnelle Zeiten und viel Pech in der ersten Saisonhälfte von Björn Satorius 

 

Der 21-jährige Björn Satorius (Seeheim-Jugenheim) bestreitet 2013 seine zweite Saison im überregionalen Rallyesport. Enorm groß war bundesweit die Überraschung vor genau einem Jahr, als sich mit dem jungen Bergsträßer ein gänzlich unbeschriebenes Blatt völlig unerwartet an die Spitze im ADAC Rallye Junior-Cup setzte. Mit seinem selbstaufgebauten Toyota Yaris konnte er mit drei Divisionssiegen in vier Wertungsläufen auch wesentlich erfahrenere Konkurrenten hinter sich lassen. Im Rahmen des WM-Laufs, der ADAC Rallye Deutschland, wurde Björn Satorius der internationalen Presse als aussichtsreiches Talent vorgestellt...

 

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Halbzeitbilanz Björn Satorius
Halbzeitbilanz Björn Satorius.pdf
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Fabian Kreim schnell und nervenstark

Darmstädter Echo, 18.06.2013

Motorsport – Fränkisch-Crumbacher gewinnt Opel-Cup-Wertung – Satorius überschlägt sich
 
Fabian Kreim hat seinen ersten Sieg als Rallyepilot eingefahren. Bei der Rallye Stemweder Berg in Niedersachsen gewann der Fränkisch-Crumbacher die Wertung im ADAC-Opel-Cup. Björn Satorius (Ober-Beerbach) fiel nach einem Unfall aus.

„So richtig kann ich das noch nicht fassen“, sagte Fabian Kreim im Ziel. Gerade hatte er erfahren, dass sein Name am Ende der Rallye Stemwerder Berg ganz oben in der Liste der Opel-Adam-Piloten steht. Zusammen mit Co-Pilot Marvin Engel bildet er somit in seiner erst fünften Rallye das erste Junioren-Team, das sich in dem Markenpokal durchsetzte.


Der 20 Jahre alte Fränkisch-Crumbacher demonstrierte in den zwölf Prüfungen mit vier Bestzeiten nicht nur seine hohe Grundschnelligkeit, sondern auch Nervenstärke. Als vor der siebten Wertungsprüfung ein Wolkenbruch mit Sturmböen niederging, blieben Kreim/Engel ruhig und stabilisierten mit der zweitbesten Zeit innerhalb des Opel-Cups ihre Führung. „Wir haben uns für eine Mischbereifung entschieden – vorne Intermediates, hinten geschnittene Slicks“, schilderte Kreim eine Entscheidung, die er als „goldrichtig“ einstufte. Auf der mit 12,4 Kilometern längsten und kurvenreichen Prüfung fuhr das südhessische Duo sogar auf den sechsten Platz der Gesamtwertung – mit nur fünf Sekunden Rückstand auf den mehrfachen deutschen Meister Hermann Gaßner im mit gut 100 PS mehr ausgestatteten Mitsubishi Evo. „Durch die Reifenwahl konnten wir das Auto auf den folgenden zwei Wertungsabschnitten auf wieder trockener Bahn auch rundum auf Slicks stellen“, erklärte Kreim. Denn laut Reglement dürfen maximal zwei Ersatzräder im Auto mitgeführt und zwischen den Prüfungen gewechselt werden.


So fuhren die beiden südhessischen Junioren jene 15 Sekunden Vorsprung heraus, die sie auf den spannenden letzten drei Prüfungen geschickt verteidigten. „Ein paar Prozent Einsatz rauszunehmen, ohne sich verrückt zu machen und die Konzentration zu verlieren, war nicht ganz einfach“, gestand Copilot Engel.
„Ich muss den Jungs gratulieren, sie haben eine tadellose Leistung hingelegt“, zollte der zweimalige Saisonsieger Markus Fahrner den jungen Siegern Respekt. Vier Zehntelsekunden langsamer als der langjährige Opel-Werksfahrer war der drittplatzierte Marijan Griebel, der weiterhin die Juniorwertung im Opel-Cup anführt. Fabian Kreim folgt mit zwei Punkten Rückstand auf Platz zwei.


Ganz anders verlief die Rallye für Björn Satorius. Nach starkem Beginn, bei dem er in der zweiten Prüfung sogar die zweitbeste Zeit hinter Kreim fuhr, nahm die Rallye für den Ober-Beerbacher ein jähes Ende: Überschlag in der fünften Prüfung. „Bei Tempo 120 bin ich mit dem Hinterrad auf die Grasnabe gekommen, das Auto hat sich gedreht, ist in einen Graben gerutscht und über die Seite weggerollt“, schildert Satorius den Unfall, der just vor einer VIP-Zone von Opel passierte.


Er und sein Co-Pilot blieben bis auf die üblichen Prellungen und Nackenschmerzen unverletzt. Das Auto ist jedoch ein Fall für die Rundumsanierung. „Das ist umso ärgerlicher, als dass ich erstmals in dieser Saison im Klassement da war, wo ich mich sehe“, erklärt der 22-Jährige, der aber sicher ist, dass Kopf und Auto rechtzeitig rennbereit sein werden für die Parole: Angriff bei der nächsten Rallye am 5. und 6. Juli in Niedersachsen rund um Osterode im Harz.

Bestzeiten im Adam-Cup

Darmstädter-Echo 08. Mai 2013  | e/udo  

 

Motorsport – Kreim und Satorius fahren bei Rallye Sulinger Land auf Plätze sieben und acht

Die beiden südhessischen Starter im ADAC-Opel-Adam-Cup sind bei der zweiten Rallye der Serie unter die besten Zehn gefahren. Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach) belegte mit Co-Pilot Marvin Engel Platz sieben, Björn Satorius (Ober-Beerbach) und sein neuer Co-Pilot Björn Röhm (Schlitz) landeten auf Platz acht.

Bei der Rallye Sulinger Land, deren Kernstück ein dicht bewaldetes ehemaliges Militärgelände zwischen Bremen und Hannover ist, bewies Satorius gleich zu Beginn mit der zweitbesten Zeit, dass ihm fahrerisch anspruchsvolle Prüfungen liegen. Eine Prüfung später setzte Fabian Kreim mit einer Cup-Bestzeit ein Ausrufezeichen. In der drittletzten Prüfung gelang ihm dieses Kunststück ein weiteres Mal.

Wie schon beim ersten Lauf, setzten sich in der Wertung zum Adam-Cup die erfahrenen Piloten durch. Der ehemalige Werksfahrer Markus Fahrner (Winnenden) war erneut Bester der 24 Opel-Piloten, die alle das Ziel erreichten. Der Gesamtsieg der Rallye ging an den früheren Deutschen Meister Hermann Gassner (Surheim) im Mitsubishi Evo. Hier belegten die südhessischen Piloten unter 91 klassifizierten Autos die Ränge 28 und 30.

Der nächste Lauf der Serie folgt Mitte Juni im ostwestfälischen Stemwede.

Gute Zeiten und ein Reifenschaden

Darmstädter Echo  16.04.2013

 

Motorsport – Kreim Siebter im Opel-Rallye-Cup, Satorius im Pech

 

Nachtfahrt von Björn Satorius auf der ersten Etappe der Rallye Erzgebirge. Nach zwei Prüfungen führten der Ober-Beerbacher und sein Co-Pilot Hajo Grimberg die Sonderwertung um den neuen Opel-Rallye-Cup noch an. Ein Reifenschaden an ihrem 145 PS starken Adam warf die beiden auf der vorletzten Prüfung aber weit zurück. Foto: team

Beim Auftakt des neuen ADAC-Opel-Rallye-Cups gab es Licht und Schatten für die beiden südhessischen Piloten. Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach) belegte Platz sieben. Björn Satorius (Ober-Beerbach) warf ein Reifenschaden bis auf Platz 13 der Cup-Wertung zurück.



Der Auftakt zum ADAC Opel Rallye Cup stellte die zumeist jungen Piloten gleich auf eine harte Probe. Bei der Rallye Erzgebirge wurden die 13 Prüfungen auf teilweise schneebedeckten und vereisten Straßen gefahren. Beim noch trockenen Auftakt am Freitagabend setzte sich Björn Satorius gut in Szene. Der Ober-Beerbacher steuerte seinen Opel Adam nach zwei Prüfungen an die Spitze der Cup-Wertung. Der Brensbacher Fabian Kreim ging sein Rallye-Debüt etwas verhaltener an und lag am Ende des ersten Tages auf Platz 13 bei 23 gestarteten Opel-Adam-Teams.


Am Samstag führte die Vormittagsetappe in die höheren Lagen des Erzgebirges. Zu den ständig wechselnden Straßenbedingungen kamen noch dichter Nebel und Schneeregen. Fabian Kreim arbeitete sich mit konstant schnellen Zeiten – auf einer Prüfung wurde er sogar Zweiter innerhalb der Cup-Wertung – nach vorne und beendete die Rallye als Siebter des Opel -Cups und auf Rang 17 der Gesamtwertung, in der am Ende noch 63 Fahrzeuge gelistet wurde.


Auch Björn Satorius hielt sich konstant im ersten Viertel der Cup-Wertung. Ein Reifenschaden in der vorletzten Prüfung brachten den 22 Jahre alten Bergsträßer und seinen Co-Piloten Hajo Grimberg um alle Chancen auf einen Spitzenplatz. Drei Minuten Zeitverlust warfen das Duo auf Platz 13 der Cup-Wertung und Gesamtrang 29 zurück.

Berichtigung: Eine Null zuviel beim Jahresetat
Teil zwei des Opel-Cups folgt Anfang Mai bei der Rallye Sulinger Land nahe Bremen. Der Jahresetat für einen Einsatz innerhalb der Serie liegt übrigens nicht bei 200 000 Euro, wie im Sportteil unserer Samstag-Ausgabe in einer Zwischenüberschrift zu lesen war. Dabei wurde eine Null zu viel abgedruckt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.


In diesen Kosten ist der Anschaffungspreis des Autos wiederum nicht enthalten. Die von Opel aufgebauten Adam sind mit 25 000 Euro aber nicht nur vergleichsweise günstig, sondern auch konkurrenzfähig. Nach der Premiere gab es viel Lob von den Piloten, von denen die Besten ihr 145-PS-Gefährt bis auf Platz zwei der Prüfungsgesamtwertungen steuerten. Gegen teilweise mit mehr als doppelt so viel PS ausgestattete Konkurrenz.
Beim Gesamtsieg des mehrfachen deutschen Meisters Hermann Gaßner (Mitsubishi Evo) lagen die beiden besten Adam-Piloten auf den Gesamträngen sieben und acht. Anders als bei den ansonsten jungen Opel-Piloten handelt es sich um Rallye-Routiniers. Markus Fahrner (Winnenden) ist ehemaliger Opel-Werksfahrer, Florian Niegel (Sachsendorf) früherer Teilnehmer an der Rallye-Weltmeisterschaft.


„Das enorme Interesse an der Strecke hat unsere Erwartungen noch weit übertroffen“, freute sich Opel-Motorsportchef Michael F. Meyer, der aus der gut besuchten Premiere im Erzgebirge das Fazit ableitete: „Der neue Markenpokal ist die richtige Initiative zur richtigen Zeit und bietet beste Voraussetzungen, den Rallyesport in Deutschland neu zu beleben.“

Licht und Schatten beim Auftakt zum ADAC Opel Rallye Cup

Am ersten Aprilwochenende war der Auftakt zum ADAC Opel Rallye Cup bei der Rallye Erzgebirge. Die Rallye fand unter schwierigsten Bedingungen auf teilweise noch schneebedeckten Wertungsprüfungen statt.
 
Die Freitagsetappe wurde auf schneefreien Straßen ausgetragen. Die Favoriten im Cup gingen offensichtlich die ersten Prüfungen noch taktisch an oder hatten wie Marijan Griebel technische Probleme. Björn Satorius aus Ober-Beerbach gab vom ersten Kilometer an Vollgas und setzte sich am Abend der ersten Etappe ganz sensationell an die Spitze in der Cup-Wertung.

 


 

Am Freitagabend war Björn Satorius Sieger der Tageswertung bei der Erzgebirgsrallye

Somit wurde der 22-jährige Bergsträßer beim Restart am Samstag als erster Fahrer eines von den zahlreichen Zuschauern heiß erwarteten Cup-Opel-Adam auf die Strecke geschickt. Die Vormittagsetappe führte in die höheren Lagen des Erzgebirges. Zu den ständig wechselnden Bedingungen zwischen schneebedeckten und freien Streckenabschnitten kam noch dichter Nebel und Schneeregen dazu. Die Routiniers unter den Cup-Teilnehmern fuhren sich bei diesen schwierigen Rahmenbedingungen mit teilweise sensationellen Zeiten nach vorn. Der ehemalige Teilnehmer an der Rallye-Weltmeisterschaft Florian Niegel setzte auf zwei Wertungsprüfungen gar die zweitbeste Gesamtzeit und schob sich in der Cup-Wertung auf Rang 2.  Markus Fahrner, ein ehemaliger Opel-Werksfahrer, konnte die Führung im Cup übernehmen. Doch Björn Satorius konnte sich mit schnellen Zeiten beständig im vorderen Viertel des Feldes halten.


Doch eine nicht optimale Reifenwahl und ein kleiner Ausrutscher beim ersten Durchgang der WP Jahnsdorf sorgten für den ersten Rückschlag am Samstagnachmittag. Die nun notwendige Aufholjad in den letzten beiden WPs fand ein jähes Ende, als im zweiten Durchgang von Jahnsdorf ein Reifenschaden zu Beginn der Prüfung den Vorwärtsdrang bremste. Erst entschloss man sich weiterzufahren, doch der defekte Reifen löste sich bald in seine Bestandteile auf, sodass ein Wechsel unvermeidbar war. Der Zeitverlust von über drei Minuten ließ Björn Satorius dann auf einen enttäuschenden Platz 13 im Endergebnis der Cup-Wertung zurückfallen.

 


 

Das Drama von Jahnsdorf 2. Ein Plattfuß in der vorletzten WP macht alles zunichte

Eines hat sich beim ersten Lauf zum ADAC-Rallye-Cup gezeigt. Die kleinen Fahrzeuge sind von Opel professionell aufgebaut worden, sodass viele Fahrer mit leistungsstärkeren Autos nur noch die Rücklichter der Rallye-Zwerge zu sehen bekommen hatten. Außerdem hat die Rallye bewiesen, dass Björn Satorius in der Lage ist, im vorderen Feld des Cups mitzumischen. Die gefahrenen Zeiten in den problemlos absolvierten WPs geben dazu allen Anlass.

Anfang Mai bei der Rallye Sulinger Land nahe Bremen werden die Karten neu gemischt und die Aussichten sind gut, dass diese Rallye dann endlich ohne Schnee über die Bühne gehen wird. 


Auszug aus der Homepage des Veranstalters
Homepage Rallye Erzgebirge.pdf
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Gute Zeiten und ein Reifenschaden

Darmstädter-Echo  10. April 2013  | udo/e

 

 

Motorsport – Fabian Kreim Siebter im Opel-Rallye-Cup, Björn Sartorius im Pech

Der Auftakt zum ADAC Opel Rallye Cup stellte die zumeist jungen Piloten gleich auf eine harte Probe. Bei der Rallye Erzgebirge wurden die 13 Prüfungen auf teilweise schneebedeckten und vereisten Straßen gefahren. Beim noch trockenen Auftakt am Freitagabend setzte sich Björn Satorius gut in Szene. Der Ober-Beerbacher steuerte seinen Opel Adam nach zwei Prüfungen an die Spitze der Cup-Wertung. Der Brensbacher Fabian Kreim ging sein Rallye-Debüt etwas verhaltener an und lag am Ende des ersten Tages auf Platz 13 bei 23 gestarteten Opel-Adam-Teams.


Am Samstag führte die Vormittagsetappe in die höheren Lagen des Erzgebirges. Zu den ständig wechselnden Straßenbedingungen kamen dichter Nebel und Schneeregen. Kreim arbeitete sich mit konstant schnellen Zeiten – auf einer Prüfung wurde er sogar Zweiter innerhalb der Cup-Wertung – nach vorne und beendete die Rallye als Siebter des Opel-Cups und auf Rang 17 der Gesamtwertung, in der am Ende 63 Fahrzeuge gelistet wurden.
Auch Björn Satorius hielt sich konstant im ersten Viertel der Cup-Wertung. Ein Reifenschaden in der vorletzten Prüfung brachten den 22 Jahre alten Bergsträßer und seinen Co-Piloten Hajo Grimberg um alle Chancen auf einen Spitzenplatz.


Teil zwei des Opel-Cups folgt Anfang Mai nahe Bremen. Der Jahresetat für einen Einsatz innerhalb der Serie liegt bei 20 000 Euro. In diesen Kosten ist der Anschaffungspreis des Autos wiederum nicht enthalten. Die von Opel aufgebauten Adam sind mit 25 000 Euro aber nicht nur vergleichsweise günstig, sondern auch konkurrenzfähig. Nach der Premiere gab es viel Lob von den Piloten, von denen die Besten ihr 145-PS-Gefährt bis auf Platz zwei der Prüfungsgesamtwertungen steuerten. Gegen teilweise mit mehr als doppelt so viel PS ausgestattete Konkurrenz.


Beim Gesamtsieg des mehrfachen deutschen Meisters Hermann Gaßner (Mitsubishi Evo) lagen die beiden besten Adam-Piloten auf den Gesamträngen sieben und acht. Anders als bei den ansonsten jungen Opel-Piloten handelt es sich um Rallye-Routiniers. Markus Fahrner (Winnenden) ist ehemaliger Opel-Werksfahrer, Florian Niegel (Sachsendorf) früherer Teilnehmer an der Rallye-Weltmeisterschaft.


„Das enorme Interesse an der Strecke hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, freute sich Opel-Motorsportchef Michael F. Meyer, der aus der gut besuchten Premiere das Fazit ableitete: „Der neue Markenpokal ist die richtige Initiative zur richtigen Zeit und bietet beste Voraussetzungen, den Rallyesport in Deutschland neu zu beleben.“


Im neuen Opel-Rallye-Cup starten auch zwei junge Piloten aus Südhessen

Darmstädter-Echo  | 05. April 2013  | Von Udo Döring


 

Renneinsatz im begehrten Kleinwagen – Saisonstart im Erzgebirge

Adam in Fahrt: Der in Ober-Beerbach lebende Björn Satorius (links) gehört zu den 24 Nachwuchspiloten, die den neuen Opel-Rallye-Cup bestreiten. Der Markenpokal gehört zum ADAC-Rallye-Masters, das am heutigen Freitag mit der Rallye Erzgebirge beginnt. Rechts Co-Pilot Hajo Grimberg.

Foto: Udo Döring

STORNDORF. Die Strecke schlängelt sich vorbei an Schutt, Sandhügeln und Baumaschinen. Mittlerweile verteilt sich reichlich Dreck auf dem Asphalt. Aufgewühlt von jungen Piloten, die am Steuer ihres Opel Adam die Ideallinie suchen. Ein rasantes Rendezvous. Auto und Fahrer haben erst vor zwei Wochen zusammengefunden bei der Auslieferung in Eisenach. Nun tasten sie sich in den Grenzbereich vor – auf der selbst angelegten Piste eines motorsportbegeisterten Bauunternehmers. Rallyefahren im Miniformat. Die erste und letzte Trainingsmöglichkeit vor dem Start in den neuen Opel-Rallye-Cup.

„Das hat von Runde zu Runde mehr Spaß gemacht“, lautet das Fazit von Björn Satorius. Der 22 Jahre alte Ober-Beerbacher ist einer der vier Rallyepiloten an jenem sonnigen, aber eiskalten Trainingstag im mittelhessischen Storndorf. Und er ist einer der 24 jungen Fahrer, die an der Premiere des Opel-Rallye-Cups teilnehmen, der Teil des ADAC Rallye Masters ist. Mit dem Fränkisch-Crumbacher Fabian Kreim ist ein weiterer Südhesse am Start, der vom ADAC Hessen-Thüringen unterstützt wird.

„Das ist schon etwas anderes, dass alle Gegner auf dem gleichen Auto fahren“, sagt Björn Satorius zur neuen Herausforderung. Eigentlich hatte er eine weitere Saison mit seinem Toyota Yaris geplant. Im Vorjahr fuhr er damit auf den dritten Platz des von ihm lange angeführten Junior-Cups innerhalb der Masters-Serie. Aus dem Junior-Cup wurde aber der Opel-Adam-Cup. Neue Voraussetzungen, aber auch eine neue Chance.

Eine begehrte Chance. Für die geplanten 20 Autos lagen schnell 70 Bewerbungen vor. 25 000 Euro für ein wettbewergsfähiges Rallyeauto, das gilt im Motorsport als Schnäppchen. „Das Auto ist richtig gut entwickelt“, sagt Hajo Grimberg. Er gibt im Auto die Kommandos, mit fast so vielen Jahren Rallyeerfahrung wie sein Fahrer alt ist. Der Co-Pilot lobt zum Beispiel den Aufbau auf einer Rohkarosserie. Soll heißen, dass der Rahmen nachgeschweißt und mit rund 40 Kilogramm Material schwerer und vor allem stabiler gemacht wurde. 145 PS, sequentielles Getriebe, Vier-Kolben-Bremssystem – weitere Elemente, die aus dem serienmäßigen Kleinwagen ein Rennauto machen.

Wegen der großen Nachfrage baute Opel schließlich 24 Adams auf. Ein paar Routiniers bekamen auch den Zuschlag für den Marken-Cup, in dem die Piloten eigentlich nicht älter als 27 sein dürfen. „Opel geht damit auf Talentsuche. Und wenn so etwas zusammen mit dem ADAC gemacht wird, kann nur etwas Gutes dabei herauskommen“, sagt Horst Rotter, der an der Entwicklung des Rallye-Adam beteiligt war und nun die jungen Piloten betreut.


Saisonetat: 20.000 Euro – ohne größere Schäden

Deren Fahrt auf der Piste im Bauhofformat verfolgt er mit kritischem Blick und Stoppuhr in der Hand. „Björn dürfte schon vorne mitmischen“, sagt Rotter unbeeindruckt von dessen Dreher in der letzten Runde. Das gehört zur Suche nach dem Grenzbereich eben dazu. Satorius selbst steckt sein Saisonziel unter den besten Fünf der Cup-Wertung. Mit Seitenblick auf die insgesamt 100 000 Euro Preisgeld. Schließlich muss für eine Saison mindestens nochmal so viel Geld kalkuliert werden wie der Kaufpreis des Autos, größere Schäden nicht eingerechnet. Geht nur mit Papa als größtem Sponsor. Gerhard Satorius war selbst Motorsportler und wollte bei seinem Sohn diesbezüglich den „Ball eigentlich flach halten“. Mit 16 ging’s vom Fußball dann doch Richtung Gaspedal. Anders als beim 20 Jahre alten Fabian Kreim, der mehrere Jahre erfolgreich im Kart fuhr, dafür jetzt Neuling im Rallyeauto ist. Auch er genetisch vorbelastet, Vater Achim war unter anderem Europameister als Bergrennfahrer.

Anstiege werden auch beim Saisonhöhepunkt eine große Rolle spielen. Zu den insgesamt acht Wettbewerben des Opel-Cups gehört die ADAC Rallye Deutschland im August mit Start am Kölner Dom und Ziel in Trier. Im Vorjahr hat Björn Satorius dort schon einmal Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb treffen und sprechen dürfen. Nun wird er mit seinem Adam auf den gleichen Pisten wie die WM-Piloten fahren. 

Drei Teams beim ADAC Opel Rallye Cup am Start

ADAC intern 03-2013
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Satorius auf der Überholspur

Bergsträßer Anzeiger
Donnerstag, 21.03.2013
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Björn Satorius ist Hessenmeister im Rallyesport

In dieser Saison neue Herausforderung im ADAC Opel Rallye Cup   

                                       
Der Winter ist hierzulande im Rallyesport die Zeit der Meisterehrungen. Während auf WM-Ebene in Monte Carlo und Schweden schon wieder um Punkte gefahren wurde, waren die erfolgreichsten Motorsportler aus Hessen-Thüringen anlässlich der Motorsport-Show des ADAC nach Wetzlar zur Meisterehrung eingeladen.


In der Sparte Rundstrecke konnte sich mit dem ehemaligen BMW-DTM-Werksfahrer Markus Oestreich (Fulda) ein in Motorsportkreisen gut bekannter Routinier durchsetzen. Im Gegensatz dazu stand im Rallyesport ein noch sehr junger Mann ganz oben auf dem Treppchen. Der 22-jährige Ober-Beerbacher Björn Satorius erreichte 2012 in der bundesweit ausgetragenen Rallye-Masters-Serie einen vielbeachteten siebten Platz. Im darin integrierten Rallye-Junior-Cup lag er vor den letzten Wertungsläufen noch in Führung, um dann die Saison knapp geschlagen auf Rang drei zu beenden. Mit den dort erreichten Wertungspunkten und dem überlegenen Divisionssieg zum Saisonabschluss beim DRS-Stehr-Rallyesprint ist es ihm gegen alle Erwartungen gelungen, den in der Deutschen Rallyemeisterschaft fahrenden Björn Mohr (Heringen) im Wettbewerb um die Hessen-Meisterschaft hinter sich zu lassen. Dritter wurde der Feldataler Benjamin Krusch. Für den ebenso wie Satorius vom ADAC als Nachwuch-stalent geförderten letztjährigen Teamkollegen David Richter (Wiesbaden) reichte es nicht zu einem Platz auf dem Podest. Der Titel des Hessenmeisters ist für den jungen Bergsträßer ein wichtiger Schritt, für dieses Jahr in den Genuss einer erweiterten Förderung zu kommen.

 

Das ursprüngliche Ziel für das Jahr 2013 war, mit seinem selbst aufgebauten Toyota Yaris einen erneuten Angriff auf eine vordere Platzierung in der Masters-Serie und auf den Titel im Rallye-Junior-Cup zu machen. Doch von Seiten des veranstaltenden ADAC wurde für diese Saison eine Umstrukturierung des Nachwuchskonzepts vorgenommen. Der Rallye-Junior-Cup in gewohntem Modus wird nicht mehr ausgeschrieben. Stattdessen hatte der ADAC Ende letzten Jahres gemeinsam mit der Adam Opel AG in Rüsselsheim im Rahmen einer vielbeachteten Präsentation das Konzept eines Markenpokals mit identischen Fahrzeugen des Typs Opel Adam vorgestellt. Im Hause Opel knüpft man damit an das erfolgreiche Konzept des Kadett-Cup aus den Achtziger Jahren an, als der harte Wettbewerb auf identischen Fahrzeugen eine Vielzahl von erfolgreichen Fahrern hervorgebracht hatte.

 

Für Björn Satorius wurde damit die Planung der neuen Saison zu einer schwierigen Entscheidung. Zum einen ist der Kfz-Mechatroniker durch das elterliche Autohaus eng mit der Marke Toyota verbunden. Aber auf der anderen Seite locken das gesteigerte öffentliche Interesse und die großen Entwicklungsmöglichkeiten, die der lukrative Markenpokal ihm bietet. Nach Abwägung aller Rahmenbedingungen entschied sich Satorius dafür, seine Bewerbung zum ADAC-Opel-Rallye-Cup abzugeben. Fast 70 weitere Fahrer hatten sich bundesweit um einen der 24 Startplätze beworben. Ein Gremium des Rüsselsheimer Herstellers und des ADAC hatte dann die schwere Entscheidung zu treffen, welche Fahrer die Startberechtigung erhalten sollten. Man hat sich dafür entschieden, neben Nachwuchstalenten auch einige Routiniers wie den früheren Opel-Werksfahrer Markus Fahrner und den 2008 bereits in der Rallye-WM aktiven Florian Niegel in den Teilnehmerkreis aufzunehmen.

 

Andererseits haben auch einige junge Fahrer die Startberechtigung erhalten, die bisher noch keine über keine Erfahrungen im Rallyesport verfügen, die aber in anderen Motorsport-Sparten besondere Leistungen erbracht hatten. Dies ist zum Beispiel Sönke Glöde aus Stadtallendorf, der von Opel schon werksseitig auf der Rundstrecke im Langstreckenpokal sowie dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring eingesetzt worden ist. Auch der 20-jährige Fabian Kreim aus Brensbach ist ein absoluter Neuling im Rallyesport. Aber er hatte im Kartsport schon herausragende Erfolge zu verzeichnen. Diese beiden hessischen Talente bilden zusammen mit Björn Satorius ein Trio, das in diesem Jahr unter einer besonderen Betreuung des ADAC Hessen-Thüringen steht.

 

Die 24 Opel-Adam-Rallyefahrzeuge werden zur Zeit von der Augsburger Spezialfirma Holzer in Einzelfertigung neu aufgebaut. Serienmäßig ist lediglich der 145 PS starke Motor. Die anderen Komponenten wie die gewichtsoptimierte Rohkarosserie mit eingeschweißtem Überrollkäfig, das sequentielle Sadev-Getriebe, die Bremsanlage sowie das Reiger-Rennfahrwerk sind speziell angefertigte Bauteile, die aus dem Kleinwagen ein reinrassiges Rallyefahrzeug machen. Die ausgewählten Teilnehmer fiebern jetzt alle dem 22. März entgegen, an dem die Fahrzeuge im Opel-Werk Eisenach offiziell übergeben werden. In der darauffolgenden Woche treffen sich dann die drei hessischen Talente zu einem Testtag im mittelhessischen Storndorf. Am ersten April-Wochenende geht es dann zum Auftakt des ADAC-Opel-Rallye-Cup bei der Rallye Erzgebirge erstmalig um Punkte und Preisgeld.

 

Weitere sieben Rallyes von der Ostsee-Rallye im hohen Norden bis zur traditionsreichen Drei-Städte-Rallye in Südbayern sind im Laufe der Saison zu bestreiten. Unbestrittener Höhepunkt wird die Teilnahme am deutschen Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft, der ADAC-Rallye Deutschland mit Start am Kölner Dom und Ziel in Trier. Im letzten Jahr war Björn Satorius bei diesem WM-Lauf als Junior-Cup-Führender noch Ehrengast des Veranstalters und wurde der internationalen Fachpresse als aussichtsreiches Talent vorgestellt. In diesem Jahr werden sich er und seine beiden hessischen Teamkollegen mit den WM-Stars um Sebastien Ogier und Mikko Hirvonen messen dürfen.

 

ADAC OPEL Rallye Cup startet bei deutschem WM-Lauf

30.01.2013 - ADAC Rallye Masters

Die Teilnehmer des neuen ADAC OPEL Rallye Cup erwartet vom 22.-25. August ein ganz besonderes Highlight: In ihren OPEL Adam Cup-Fahrzeugen starten sie gemeinsam mit den Teilnehmern der Deutschen Rallye-Meisterschaft bei der ADAC Rallye Deutschland, dem deutschen Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft und messen sich damit direkt mit der versammelten Weltelite. „Wir freuen uns, dass wir den Teilnehmern im ADAC OPEL Rallye Cup diesen ganz besonderen Höhepunkt bei der ADAC Rallye Deutschland, dem deutschen Rallye-WM-Lauf, bieten können“, sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk.

Wegen des Starts bei der ADAC Rallye Deutschland beginnt die Saison für die Piloten des ADAC OPEL Rallye Cup bei der ADMV Rallye Erzgebirge (05.- 06. April 2013). Dieser findet wie alle weiteren Rennen der neuen Nachwuchsserie im Rahmen des ADAC Rallye Masters statt. Einzige Ausnahme: der Auftritt bei der ADAC Rallye Deutschland.

Schon vor dem Saisonstart stehen für die Teilnehmer zwei Termine an. Am 9. März gibt es in den Hallen des Opel Projektpartners Holzer-Motorsport eine Informationsveranstaltung, bei der vor allem technische Fragen im Vordergrund stehen. Am 22. März ist dann der große Tag für die 24 Fahrer und Teams. Im OPEL Werk in Eisenach, wo auch die Serienvariante des OPEL Adam vom Band läuft, erhalten Melanie Schulz und ihre männlichen Kollegen ihre Sportgeräte im Rahmen eines Einführungslehrganges.

Der 21-jährige Björn Satorius aus dem südhessischen Seeheim ist einer der bislang 19 Teilnehmer unter 27Jahren im Feld der 24 Gesamtstarter, die zusätzlich um den Sieg in der Junior-Wertung kämpfen. Im vergangenen Jahr fuhr er im ADAC Rallye Junior Cup auf den dritten Gesamtrang. „Der ADAC OPEL Rallye Cup ist eine riesige Chance für alle Youngster. Ein reinrassiges Rallye-Auto bietet die Chance zum Aufstieg aus den seriennahen Klassen. Eine Super-Sache sind auch die beiden Vorbereitungstreffen. Hier gibt es Hintergrundinfos zu den technischen Finessen wie dem sequentiellen Getriebe, dem verstellbaren Fahrwerk oder der Bremsanlage.“ Und der Youngster hat auch eine Erklärung, warum die Nachfrage nach dem ADAC OPEL Rallye Cup so stark war: „Neben den tollen Preisgeldern für die Top-Drei der Nachwuchswertung besteht auch noch die Chance auf eine weitergehende Förderung. Zudem bietet der Cup einen finanzierbaren Einstieg in die internationale R2-Klasse.“


Björn Satorius peilt Cup-Gewinn an

Von Toni Hoffmann - Speedweek.de
20.01.13-13:56

Im Opel Adam erneuter Angriff auf den Rallye-Junior-Cup, Björn Satorius mit neuem Rallyefahrzeug und bewährtem Beifahrer.

In der Saison 2012 hatte der 21-jährige Björn Satorius aus dem südhessischen Seeheim-Jugenheim im ADAC-Rallye-Junior-Cup bereits für Furore gesorgt. Obwohl bis dahin nur in der regionalen 200er Szene unterwegs, setzte er mit zwei Divisionssiegen bei seinen ersten beiden grossen Rallyes im Erzgebirge und in Sulingen erst einmal ein deutliches Ausrufezeichen. Nach seiner dritten Rallye hatte er die Führung im ADAC-Junior-Cup übernommen und war zwischenzeitlich sogar auf Rang zwei in der Rallye-Masters-Wertung.

Beim WM-Lauf, der ADAC-Rallye Deutschland wurde mit Björn Satorius als Führender im Junior-Cup der internationalen Presse ein aussichtsreiches deutsches Nachwuchstalent vorgestellt. Aber zwei Ausfälle in der zweiten Saisonhälfte liessen den grossen Traum, Nachfolger von Sepp Wiegand im Junior-Cup zu werden, platzen. Doch zum Saisonabschluss bei der Drei-Städte-Rallye mit einem souverän erzielten Divisionssieg hinter den routinierteren und bekanntermassen schnellen Fahrern Raffael Sulzinger und Marijan Griebel als Dritter einen Podestplatz im Junior-Cup zu erreichen, war wesentlich mehr, als man zu Beginn der Saison erwarten konnte.

Die Umstrukturierung des Junior-Cups durch den ADAC erforderte für den Youngster eine Neuausrichtung der Saisonplanung für 2013. Mit dem in vielen Arbeitsstunden selbst aufgebauten Gruppe F-Toyota Yaris war ein erneuter Angriff auf den Titel nicht mehr möglich.

Jetzt zu Beginn des neuen Jahres steht fest, dass ein weiterer Angriff auf den Junior-Cup in Angriff genommen werden kann. Björn Satorius wird Mitte März einen der 20 baugleichen, von der im Rallyesport gut bekannten Firma Holzer aufgebauten Opel Adam zum Auftakt der Masters-Serie an den Start bringen. Bewerber ist wieder der ADAC Hessen-Thüringen, der den Kfz-Mechatroniker im zweiten Jahr eines Talentförderungsprogramms betreut.

Auf dem heissen Sitz wird mit Hajo Grimberg aus dem nordbadischen Östringen erneut der Co-Pilot Platz nehmen, der schon im letzten Jahr mit seiner langjährigen Erfahrung viel zum Lernprozess seines jungen Fahrers beitragen konnte. Das Team ist schon darauf gespannt, mit welchen Konkurrenten man sich auf den baugleichen Wettbewerbsfahrzeugen des Cups messen darf.



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